Libellen

Prinzip

Dem Auftrieb in einer Flüssigkeit unterworfene Gasblase, stellt sich entlang einer gekrümmten Bahn in eine stabile Gleichgewichtslage ein. Die Füllung dient auch der Dämpfung der Einstellbewegung.

Die Nulllage ist markiert.

Formen

A) Sichtbar gebogene sind einseitige und ungeschliffene Röhrenlibellen

B) Innen tonnenartig ausgeschliffene Röhrenlibellen

C) Dosenlibellen mit innen konkav geschliffenen Deckelplatten

D) Sonderlibellen mit Temperaturkammern, Kugeln, andere Skalierungen etc.

Begriff

Nach DIN 1319-

Empfindlichkeit = Blasenweg geteilt durch Neigung

Blase

Blasengröße ist bei Röhrenlibellen etwa 1/3 der Gesamtlänge bei 20°C Arbeitstemperatur, wichtig:

Mit zunehmender Temperatur verkleinert sich die Blase

Mit abnehmender Temperatur vergrößert sich die Blase

Einheiten

Winkelmaße in Altgrad, Minuten und Sekunden; Bogenmaß (Tangens) in Millimeter pro Meter, seltener Radius oder Promille

Füllung

Bei Röhrenlibellen meistens Heptan oder entwässertes Benzin, selten noch Äthyläther. Bei Heptan vergrößert sich die Blase nur halb so viel als bei Äther.

Anwendung

Als Nullinstrument für alle Arten von Wasserwaagen, Neigungsmesser, Vermessungsgeräte und wissenschaftliche Instrumente.

Temperaturbereich

Von -35° bis ca. +55°C ohne Auswirkungen für die Libelle, in den Randbereichen allerdings eingeschränkte Ablesemöglichkeiten

Vorteile

Relativ unkompliziert, zeitlich unveränderlich, sehr preiswert

 

Nachteile

Stark temperaturabhängig, unter Umständen zerbrechlich
 

Deutsche Norm

DIN 877 Richtwaagen

DIN 1916 Dosenlibellen (für Waagen)

DIN 2276 Röhrenlibellen für Richtwaagen

DIN 2277 Dosenlibellen, Begriffe-Ausführungen

DIN 18722 Röhrenlibellen für geodätische Instrumente